Mittwoch, 15. Mai 2013

Oben ohne!

Mittlerweile ist das Haus komplett "oben ohne".

Sprich erst sind die Dachpfannen "geflogen" und gestern ist noch der Dachstuhl demontiert worden.




"Hinten Oben Ohne"

"Vorne Oben Ohne"
Noch steht der Dachstuhl...


Seit heute steht ein dicker Kran vor unserem Haus und zieht seine Kreis über den Dächern der Nachbarschaft! (wurde mir berichtet, ich selbst habe es noch nicht sehen können)

und wieder viel Schutt, diesmal von den Fensterbänken und Laibungen.
Ich habe noch mal ein paar Bilder aus den letzten Tagen. Leider noch keines so ganz "oben ohne". Das habe ich gestern versäumt zu schießen. Aber da es wohl noch einige Tage dauert, bis das neue Dach drauf ist, wird sich noch eine Gelegenheit für ein Foto ergeben.

Hinterlassenschaften früherer Generationen!
Bei der Freilegung des Kamins kam eine Jahreszahl zum Vorschein! 1915... schon irgendwie ganz schön beeindruckend, vor allem wenn man weiß, dass das Haus auch vor dem Kaminbau schon einige Jahre da gestanden hat. Auch auf einer Blei"verkleidung" haben wir den eingeritzen Namen eines Dachdeckers und das Datum: 11.5.1966 gefunden. Zu dem Zeitpunkt wurde das Dach einmal neu gedeckt.

In mir wächst immer mehr der Wunsch mehr über das Haus und das Grundstück vor dem Besitz unserer Familie zu erfahren. Schließlich muss ich ja wissen, worin ich später mal wohnen werde!
Vielleicht finde ich ja mal irgendwann die Zeit das zu recherchieren.

Dienstag, 14. Mai 2013

Siemens Lufthaken

So sollte ich dieses Bild überschreiben!
Marc hat diesen überaus wichtigen,  viel Luft tragenden,  Haken nach der heutigen Dach Demontage durch die Zimmermenschen gefunden.
Das Haus ist mittlerweile komplett "oben ohne" und ab morgen wird aufgemauert...
Es wächst und gedeiht!
freischwebend und "haltlos"

Samstag, 11. Mai 2013

Urzeitfunde und andere Überraschungen

Heute war der letzte Urlaubstag und somit der letzte Tag, an dem wir viel Zeit in unserem Haus verbringen konnten um mal wieder laut und mit schwerem Gerät ans Werk zu gehen.

Kurz nach 7 Uhr haben uns vermutlich alle Nachbarn einschließlich meinen Eltern verflucht ;-) als Marc direkt mal die geliehene Hilti in den Betonboden vom Gäste-WC gestemmt hat. Dafür war er aber auch schnell weg und es konnte sich wiedermal der "Wasserschaden-Wand" zwischen Küche und Wohnzimmer gewidmet werden.

Dicke Findlinge kommen zum Vorschein!

Marc mit dem "Männer-Bohrhammer"


Auch ich durfte in diesem Zuge mal wieder mit meinem neuen kleinen grünen Freund ans Werk gehen, meinem "Mädchen-Bohrhammer", während Marc mit dem "Männer-Bohrhammer" die härteren Nüssen knacken durfte.

Nachdem der Betonsockel weg war, kamen wir auch direkt ins Erdreich und können nun auch gut sehen, wie das Ganze früher mal augebaut war... der Küchenfußboden war scheinbar aus Estrich und nicht mit Holzdielen. Das kam vermutlich erst, als die Leute kalte Füße bekommen haben.

Der Blick auf das Erdreich unter der Küche!

Freischwebende Balken, die jetzt aber mittlerweile abgestützt sind!
 
Beim Abtragen der Bruchsteine haben wir auch ein Fossil aus der "Urzeit" gefunden.

Nur bleibt die Frage, was war es mal??


Das Haus ist zwar nicht ganz aus der Uhrzeit, aber ich finde es immer wieder spannend an den verschiedenen Ecken die Bauweisen von früher zu entdecken. Zu sehen oder zu erraten, wie das Haus wohl früher mal ausgesehen hat. Wo welches Eingang, welches Fenster gesessen hat. Ein paar Vergleiche mit alten Fotos anzustellen und sich einfach zu freuen, dass wir dieses "Schätzchen" irgendwie weiterhin in der Familie halten können.
Die Woche Urlaub ist rum und sie war sehr arbeitsreich. Und dennoch hat alles geklappt, so wie wir es uns vorgenommen haben. Es bleibt weiterhin viel zu tun, aber die nächsten Arbeitsschritte werden jetzt in den Abendstunden oder eben an den Wochenenden erfolgen müssen.
Morgen kommen erstmal die Ziegel runter und Dienstag der Dachstuhl... Drückt uns die Daumen, dass es nicht regnet!!!


Freitag, 10. Mai 2013

Vorher - Nachher Vergleich!

Küchenwand:

Nach dem ersten freilegen einzelner Stellen:



 Nach dem Aufstellen der Stützen:


Nach dem Entkernen:



Der Schutt ist zum Glück schon weg. Heute Nachmittag noch ein wenig Tapeten entfernen und dann mal zeitig Feierabend machen.
Morgen geht es dann imAußenbereich den Fensterbänken und den Leibungen an den Kragen. 



Donnerstag, 9. Mai 2013

Bäder-Kur

In den letzten zwei Tagen haben wir uns hauptsächlich der Bauschutt Herstellung und Beseitigung bewidmet.

Das Badezimmer im OG und das Gäste WC im EG wurden mit dem Bohrhammer von Fliesen und anderen Einbauten befreit. Selbst meine Mama hat sich nicht lumpen lassen das schwere Gerät gegen die Wand zu stemmen und mit mir einen Großteil der Fliesen abzu"montieren".

Mama, der Bohrhammer und grüne Fliesen.

Das ehem. Gäste-WC


Im gleichen Zuge sind Papa und Marc zur Deponie und haben den Bauschutt entsorgt. Eimerweise wurde der Schutt aus dem Haus getragen. Das gibt kräftige Arm und Wadenmuskeln... Das Gerüst steht leider so bescheiden nah an JEDEM Ausgang des Hauses, dass ein "mal eben raustragen" nicht mehr so einfach ist.
Aber nun ist erstmal der meiste Bauschutt raus. Naja, die Küchenwand soll morgen "fallen" und da wird noch mal einiges zusammen kommen. Auch wenn die jetztige Decke vom OG runtergenommen werden kann, wird sicherlich noch einiges an Holz und anderem Kram zur Deponie gebracht bzw. zu Brennholz zerkleinert werden müssen.

Heute haben wir neben der Decke im Badezimmer (nun ist es der einzige Raum in der oberen Etage, in dem man ohne sich den Kopf zu stoßen aufrecht stehen kann) auch die Stützen in der Küche angebracht um morgen ohne Gefahr, die Küchenwand demonieren können. 

Damit die Decke bleibt wo sie hingehört!


Dienstag, 7. Mai 2013

Stein auf Stein - rückwärts!

Marc hat sich heute Nachmittag der Wand neben der Treppe und dem Gäste WC gewidmet.
Mit Vorschlaghammer und schwerem Gerät rückte er den Wänden zu Leibe.
Meine Mutter hat wieder viel Tapete beseitigen können und so wird langsam ein Rohbau aus Omas altem Haus!

(Entschuldigt die Qualität der Fotos, mein Handy ist zum Einen meist sehr zugestaubt, zum Anderen ist die Kamera nicht so der Brüller!)
Marc schwingt den Hammer!
und schwupps ist die Wand weg!
Da war jemand kreativ beim Zusammenfuckeln der Balken!
Da hat der Holzwurm ganze Arbeit geleistet!

Montag, 6. Mai 2013

Archäologie in 4 Wänden

Heute ging es weiter mit Tapeten abreißen, Wände einreißen, Strom und Wasser abklemmen und Baustrom wieder anstellen, Gerüst aufbauen und die restlichen Überreste des Terrassenübergangs zum Stall beseitigen.
Viele Handwerker waren den ganzen Tag fleißig und alles klappte reibungslos.
Marc hat sich mit schweren Gerät den Türen und Wänden im Obergeschoss gewidmet und das Badezimmer noch zerlegt, während die Damen im Erdgeschoss weiter fleißig die Wandverzierungen von mehr als 100 Jahren bewundert und beseitigt haben. Es hatte schon an vielen Stellen etwas von Archäologie, in der Küche habe ich an einer Wand 8 Tapeten gezählt und die dicke Ölfarbe auf dem untersten Putz.
Schön war, dass immer wenn meine Eltern eine neue Tapete entdeckten eine weitere Geschichte erzählt wurde, wann zu welcher Zeit die Räume wie ausgesehen haben, wer hier alles schon mal tapeziert hat und wo mal welche Tür und welcher Ofen stand.
Eine schöne Zeit für alte Geschichtchen, die das Haus wohl auch erzählen könnte, wenn es könnte.
Marc und ich haben dann zu guter Letzt noch einen Blick unter die Küchenwand geworden. Mit Hammer und Meißel haben wir zu erst in der  Küche und dann von de anderen Wandseite aus denn Putz etwas entfernt.
Es muss vielleicht vorab erwähnt werden, dass die Wand schon lange feucht ist, da dort wohl mal Rohre defekt waren. Ebenso zur Erklärung, dieses ist eine Fachwerkwand, die früher mal Außenwand war.
Im Küchenbereich hatten wir erst noch die kühne Phantasie, man könne vielleicht das Fachwerk frei legen, die kaputten Stellen ausbessern und dann als rustikale Wand in Küche und zukünftigen Wohnzimmer sichtbar lassen...
Aber den Plan werden wir wohl verwerfen müssen. Einige Balken des Fachwerks sind nur noch als Holzmehl unter dem Putz zum Vorschein gekommen, andere mussten aufwendig ersetzt werden.  Des weiteren sind einige der Backsteine so bröselig,  dass sie beim abschlagen des Putzes arg beschädigt werden.
Da müssen wir auf alle Fälle nochmal eine Nacht drüber schlafen oder nochmal ein paar Ideen und Infos mit unserem Baumenschen austauschen.

Für heute ist die Baustelle auf jeden Fall erstmal gefegt und die Heimreise wird angetreten.


Tapetenvielfalt
Die Idee der sichtbaren Fachwerkwand war geboren...
Das sah auch noch gar nicht sooo schlecht aus...
... aber bei den morschen Balken mussten wir uns geschlagen geben!